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Fachlehrkräfte in die Praxis

Ein neues praxisorientiertes SCHILF-Format


Schulen wünschen sich nach wie vor Praxiseinblicke und intensive Kontakte zur Wirtschaft. Dies ergab unsere Schulbefragung zu Unterstützungsangeboten durch das Netzwerk Zukunft im Zusammenhang mit Anforderungen an die Qualifizierung für das Auszeichnungsverfahren "Schule mit hervorragender Berufs- und Studienorientierung". Dazu sollte es Fortbildungsangebote nicht nur für WAT-Lehrkräfte, sondern für alle Kollegen unterschiedlicher Fachbereiche, z.B. als SCHILF (schulinterne Lehrerfortbildung) geben.

Ausgehend von diesem Wunsch wurde eine als SCHILF konzipierte Betriebserkundung für Lehrkräfte entwickelt: FLIP - Fachlehrkräfte in die Praxis.

Dies soll keine Betriebsbesichtigung im klassischen Sinne sein, sondern Lehrkräfte erkunden das Unternehmen in Kleingruppen in gemeinsamer praktischer Arbeit mit den Auszubildenden und Ausbildern eines Betriebes. Dabei kann es sinnvoll sein, dass sich die Lehrkräfte einzelner Fachschaften auf jeweils besondere Aufgaben und Fragestellungen einlassen.

Vorgehensweise bei einer SCHILF-Betriebserkundung:

  • Vorstellung des Projektes auf einer Lehrerkonferenz
  • SCHILF-Veranstaltung im Unternehmen 
  • Betriebserkundung durch Erfüllung praktischer Aufgabenstellungen mit anschließendem Auswertungsgespräch
  • Fortsetzung der Auswertung in den jeweiligen Fachkonferenzen und Erarbeitung praxisorientierter Aufgaben für den Unterricht im Laufe des Schuljahres unter Berücksichtigung der Erkenntisse durch die SCHILF

 

Entwicklung

 

Am 10. Dezember 2012 startete das Pilotvorhaben "FLIP - Fachlehrkräfte in die Praxis" mit Lehrerinnen und Lehrern der Ehm-Welk-Oberschule Angermünde aus den Fachbereichen Naturwissenschaften, WAT und Mathematik bei der PCK Raffinerie GmbH in Schwedt.

Je nach dem unterrichtenden Fachbereich wurden die Lehrkräfte der Rohöldestillation, dem Kraft-werk, dem Labor, dem Lager/kaufmännischen Bereich, dem Elektronik-Bereich bzw. der Instandhaltung/Werkstatt zugeordnet und  konnten einen sehr detaillierten Einblick in die jeweilige Ausbildung erhalten. Besonders beeindruckt waren die Kollegen und Kolleginnen, die in den unendlichen Rohrleitungssystemen der Rohöl-Destillation bzw. des PCK-eigenen Kraftwerkes „herumklettern“ durften. Die Auszubildenden stellten den Lehrkräften ihre Ausbildungsbereiche vor und erzählten mit deutlichem Stolz von "ihren" Maschinen und "ihren" Anlagen.

Nach einem durch die PCK gesponserten Mittagsimbiss, einem kurzen Auswertungsgespräch und allgemeinen Informationen zur Ausbildung in der PCK Raffinerie fand als krönender Abschluss dieses hochinteressanten Tages die durch den Ausbildungsleiter Werner Lehmann moderierte 50-minütige Betriebsrundfahrt durch das riesige Gelände der PCK Raffinerie GmbH und ihrer Partner statt.

Viele Kollegen machten sich eifrig Notizen, um genannte Zahlen und Fakten in ihren Unterricht einarbeiten zu können und den Unterricht damit praxisorientierter zu gestalten.

Mit der Einbindung in die Arbeit der Fachkonferenzen und letztendlich in den Unterricht ist das Hauptziel dieser gelungenen Auftaktveranstaltung erreicht.

 

 

 

 

 

 

 

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