Vereinbaren von Praxislernorten für Förderschulen in MOL
Eine Kooperation mit Educo - Institut für Bildung und Beruf e.V. „Zukunft Region, Schüler entdecken Betriebe“
Vereinbaren von Praxislernorten für Förderschüler im Arbeitskreis Märkisch-Oderland
Für Förderschulen in Märkisch-Oderland wurde das Projekt zur Erkundung der regionalen Unternehmenslandschaft entwickelt, welches in Klasse 7 beginnend, über mehrere Jahrgänge die Suche und Vereinbarung von geeigneten Praxislernorten für die Schülerinnen und Schüler ermöglicht.
Das Modellprojekt startete im November 2009 an der Kleeblattschule Seelow mit 3 Unternehmen aus Seelow bzw. der Region. Unter Anleitung verfassten die Schülerinnen und Schüler Interviewleitfäden und begaben sich schrittweise auf Exkursion in die Unternehmen. Dort machen sich mit Produktionsprozessen und Arbeitsabläufe des Betriebes vertraut.
Durch die gezielte Befragung von Geschäftsführer oder Mitarbeitern bekamen sie auch einen Eindruck davon, was im Unternehmen tagtäglich alles geleistet wird beziehungsweise welche Anforderungen an einen späteren Auszubildenden oder Mitarbeiter gestellt werden.
Damit informierten sie sich auch über ihre eigenen beruflichen Perspektiven, ob ein Schülerbetriebspraktikum („Praxislernort“) und eine spätere Ausbildung für sie dort möglich ist. Die dabei gewonnenen Informationen und Eindrücke wurden auf der Website „Berufsprofis. de“ öffentlich gemacht.
In einen zweiten Schritt wurden diese Informationen und Eindrücke vor anderen Jahrgängen der Schule präsentiert. Unter reger Beteiligung von Unternehmen, Verbänden und kommunalen Vertretern und den Eltern der Schülerinnen und Schüler fand außerdem eine öffentliche Präsentation statt.
Projektergebnisse
Für die Schülerinnen und Schüler wurde die Orientierung auf das Arbeits- und Berufsleben gestärkt, Kommunikationsfähigkeiten und methodische Kompetenzen gefestigt, sowie ihr Selbstbewusstsein gestärkt. Bei den Betrieben wurde das Verständnis für lernbehinderte Schüler erhöht, sie lernten zukünftige potentielle Auszubildende kennen und ihre Bekanntheit in der Region wurde erhöht. Die Schule öffnet sich für die Region, Unternehmen und die Arbeitswelt, erfährt methodische Anregung und erzeugt eine wahrnehmbare Präsenz in ihrem Umfeld.
Das Projekt wurde in der Region
als äußerst erfolgreich wahrgenommen. Es wird für zukünftige Jahrgänge und weitere Unternehmen verstetigt und
über den Arbeitskreis anderen Förderschulen angeboten. Derzeit werden diese Aktivitäten durch ein Mentoring für Förderschüler ergänzt.
Kontakt:
Netzwerk Zukunft. Schule und Wirtschaft für Brandenburg e.V.
Breite Str. 2d, 14467 Potsdam, www.netzwerkzukunft.de
Maja Lehmann [Lehmann@netzwerkzukunft.de]
[zentral@netzwerkzukunft.de]
