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Dokumentation | Fachtagung "Praxislernen in Brandenburg. Sachstand und Perspektiven 2017"

Die Koordinierungsstelle Praxislernen im Netzwerk Zukunft hat am 09.11.2017 eine landesweite Fachtagung "Praxislernen in Brandenburg. Sachstand und Perspektiven 2017" in Potsdam veranstaltet.

Ziel der Tagung war es die bisherigen Erfahrungen des Praxislernens zu bündeln, Chancen und Perspektiven aufzuzeigen.

Was wurde bisher geleistet? Wie fördert Praxislernen die Persönlichkeit und die fachlichen Kompetenzen junger Menschen? Und wie können die besonderen Potenziale des Praxislernens für die Brandenburger Jugend und für die Fachkräftesicherung ausgebaut werden? Diese und weitere Fragen wurden auf der Fachtagung diskutiert.

Dazu kamen etwa 130 Vertreterinnen und Vertreter aus Schule, Wirtschaft, Verwaltung und Politik sowie Interessierte aus dem Bereich der Berufs- und Studienorientierung ins Mercure Hotel in Potsdam.

Eröffnet wurde die Fachtagung durch die neue Ministerin für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, Britta Ernst.

Auf die notwendige Verschränkung von Wirtschaft und Schule ist Wolfgang Spieß, Geschäftsführer Bildung der Industrie- und Handelskammer Potsdam und 1. Vorstand des Netzwerk Zukunft. Schule und Wirtschaft für Brandenburg e.V. eingegangen.

Neben fachlichen Beiträgen stand die Vorstellung guter Beispiele aus Brandenburg und der Austausch von Erfahrungen im Mittelpunkt. In einer Podiumsdiskussion sowie in Gesprächsrunden haben fünf Brandenburger Schulen Einblicke in ihre Arbeit und in die Erfahrungen mit dem Praxislernen gegeben.

 

Hier können Sie das Fachtagungsprogramm herunterladen:

Fachtagungsprogramm Praxislernen (09.11.17)

 

Fotos zur Öffentlichkeitsarbeit stehen ab sofort unter dem folgenden Dropbox-Link bereit:

Fotodokumentation_Fachtagung Praxislernen am 9.11.17 in Potsdam 

--> Copyright Vermerk für die Fotos: (c) NWZ-PXL 2017 "all rights reserved"

 


Vortrag

Praxislernen in Brandenburg – Aktuelle Entwicklungen und
Rückblick auf besondere Partnerschaften zwischen Schule und Wirtschaft

Dr. Marina Haase, Koordinierungsstelle Praxislernen

 

In ihrem Vortrag blickte Dr. Haase auf die fast 20-jährige Praxislerntradition in Brandenburg zurück und stellte die aktuellen Entwicklungen vor.

Ein wichtiges Fazit: Praxislernen in Betrieben und Werkstätten ist mittlerweile zu einem integralen Bestandteil der Schullandschaft geworden. Hervorzuheben ist die Vorreiterrolle, die Brandenburg beim Praxislernen in Betrieben bundesweit einnimmt. Deutlich wurde, wie viel die Brandenburger Schulen, ihre Partner und Unterstützer bei dem Aufbau von Kooperationen mit außerschulischen Lernorten bereits geleistet haben. Aktuell geht es um den weiteren Ausbau dieser praxisorientierten Unterrichtsform in Brandenburg, aber auch um die qualitative Weiterentwicklung. Viele Schulen setzen das Konzept bereits als einen Unterrichtsansatz unter Beteiligung verschiedener Fächer um, andere haben diesen Weg erst jüngst beschritten. Bei den damit verbundenen Herausforderungen werden sie von den Wirtschaftspartnern, den Regionalpartnern Initiative Sekundarstufe (INISEK I) bei kobra.net und Stiftung SPI, der Koordinierungsstelle Praxislernen sowie von einer Reihe weiterer Akteure begleitet. Die Koordinierungsstelle Praxislernen unterstützt dabei im Rahmen der Initiative Bildungsketten – einer Vereinbarung zwischen Bund, Ländern und der Bundesagentur für Arbeit – Ober-, Gesamt- und Förderschulen (L) bei der Einführung oder dem Ausbau des Praxislernens.

Download: Vortrag Dr. Haase /Koordinierungsstelle Praxislernen

 

 

Fachvortrag

Zur Entwicklung von Lernkompetenzen in der Verknüpfung der Lernorte Schule und Betrieb

Dr. Julia Hellmer, Abteilungsleiterin der Primarstufe der Max-Brauer Schule in Hamburg


Welche Wirkung hat es, wenn Schülerinnen und Schüler an zwei Tagen in der Woche in einem Betrieb lernen und an nur drei Tagen in der Schule – und das über ein oder zwei Schuljahre lang? Diese Frage stand im Zentrum des Fachvortrages von Dr. Hellmer. Am Beispiel des Hamburger Schulversuches „Arbeiten und Lernen in Schule und Betrieb" zeigte Dr. Hellmer auf, wie Lern- und Berufswahlkompetenzen von Jugendlichen durch die systematische Verknüpfung der Lernorte Schule und Betrieb gefördert werden. Die Schülerinnen und Schüler entwickelten mehrheitlich eigenständige berufliche Vorstellungen. Auch im Leistungsstand entstanden keine Nachteile durch den größeren Zeitanteil, den die Jugendlichen in Betrieben verbringen. Teilweise war sogar ein überdurchschnittlich positiver Einfluss auf das Lese- und Sprachverständnis zu verzeichnen. Der positive Einfluss auf Lernleistungen, Leistungsmotivation und Berufswahlreife machte deutlich, dass trotz unterschiedlicher Rahmenbedingungen die Brandenburger und Hamburger Schulen beim „Lernen in Schule und Betrieb“ viele gute Erfahrungen teilen.

Download: Fachvortrag Dr. Hellmer

 

 

Podiumsdiskussion

Praxislernen im ländlichen Raum - Einblicke und Erfahrungen

Herr Schulze, stellv. Schulleiter Wiesenschule Oberschule Jüterbog, Frau Krüger, Kreishandwerkerschaft Teltow Fläming


Im Podiumsgespräch mit Herrn Schulze und Frau Krüger, moderiert durch Beate Günther vom Netzwerk Zukunft, berichtete Herr Schulze von der Wiesenschule Oberschule Jüterbog und Frau Krüger von der Kreishandwerkerschaft Teltow Fläming aus den Erfahrungen beim Aufbau und der Umsetzung des Praxislernen im ländlichen Raum. Gesprächsthemen waren unter anderem die Motivation zur Einführung des Praxislernens, der Aufbau und die Kontaktpflege zu Betrieben im ländlichen Raum oder die Organisation des Praxislernens in der Schule. Im Gespräch wurde deutlich, dass die Identifikation der Unternehmen mit der Schule vor Ort sowie persönliche Beziehungen neben der Nachwuchskräfteförderung wichtige förderliche Bedingungen beim Aufbau des Betriebsnetzwerkes waren.  Besondere Herausforderungen lagen im Bereich der Organisation des Praxislernens an der Schule. Eine Schulleitung, die den Ansatz offensiv unterstützt und ein gut durchdachter Stunden- und Betreuungsplan sind zentrale Voraussetzungen für die erfolgreiche Umsetzung des Unterrichtsansatzes.



Vorträge mit anschließender Gesprächsrunde

 

Am Nachmittag stellten vier Brandenburger Schulen Ihre Erfahrungen mit dem Praxislernen vor. Vielen Dank an die Oberschule "Johann Heinrich August Duncker" in Rathenow, die Europaschule "Marie & Pierre Curie" in Guben, die Schule am Nuthetal. Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt "Lernen" in Potsdam und der Ehm Welk Oberschule in Angermünde.

Die Schulvorträge zum Download:

 

 

Praxislernaufgaben

 

Eine kleine Ausstellung von Praxislernaufgaben aus Brandenburger Schulen gab konkrete Einblicke in die Umsetzung des Praxislernens.

Vielen Dank an die Ehm-Welk Oberschule in Angermünde, die Wiesenschule Oberschule Jüterbog und die Oberschule "Johann Heinrich August Duncker" in Rathenow, die Aufgaben zur Verfügung gestellt haben. Verwendung bitte immer unter der Angabe des Verfassers.

 

Ehm Welk Oberschule Angermünde

 

Wiesenschule Oberschule Jüterbog

 

Oberschule "Johann Heinrich August Duncker" Rathenow

 

Praxislernaufgaben "Großwäscherei

 

 

 

Beitrag über die Fachtagung und das Praxislernen in Brandenburg der Servicestelle Bildungsketten ist online

 

Die Servicestelle Bildungsketten war auch auf unserer Fachtagung vertreten. Herr Schulte hat einen Beitrag über die Tagung und das Praxislernen auf der Website veröffentlicht.

Sie finden ihn unter: https://www.bildungsketten.de/de/2825.php sowie auf der Startseite http://www.bildungsketten.de



  

 


Die Koordinierungsstelle Praxislernen läuft im Rahmen der "Initiative Bildungsketten" und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

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