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Qualitätskriterien des Praxislernens

Qualitätskriterien des Praxislernens in der Sekundarstufe I

KERNKRITERIEN

Die Kernkriterien definieren die essentiellen Grundlagen des Praxislernens.

  • Das Praxislernen ist fester Bestandteil des Schulprogramms und wird von der Schule organisiert.
  • Die Schülerinnen und Schüler sowie die Eltern sind über die Zielstellungen und Inhalte des Praxislernens informiert.
  • Praxislernen findet insbesondere außerhalb des Lernorts Schule in Betrieben, in sozialen und öffentlichen Einrichtungen statt. Darüber hinaus kann es auch in überbetrieblichen Werkstätten durchgeführt werden. Zwischen Schule und dem jeweiligen Praxislernort ist eine schriftliche Kooperationsvereinbarung zu schließen.
  • Das Praxislernen soll an mindestens 30 Unterrichtstagen verteilt auf bis zu zwei Schuljahre durchgeführt werden.
  • Am Praxislernen sind mindestens drei Fächer beteiligt.
  • Die Schülerinnen und Schüler erhalten konkrete Lernaufgaben zu ihrer Praxistätigkeit, die mit dem Betrieb bzw. der Werkstatt abgestimmt sind.
  • In die Lernaufgaben – das Praxislerncurriculum – fließen die Inhalte der Rahmenlehrpläne der beteiligten Fächer ein. Die Praxislernaufgaben werden in den beteiligten Fächern benotet.
  • Die Ergebnisse werden im Berufswahlpass dokumentiert.

 

ENTWICKLUNGSKRITERIEN

Die Entwicklungskriterien dienen zur Orientierung bei der qualitativen Weiterentwicklung. Sie sind nicht obligatorisch.

  • Praxislernen wird kontinuierlich und daher in mindestens zwei Jahrgangsstufen durchgeführt.
  • Für die Planung und Durchführung gibt es ein fächerübergreifendes, schulisches Gremium.
  • Den Schülerinnen und Schülern wird das Kennenlernen mehrerer Berufsbilder ermöglicht.
  • Die Schülerinnen und Schüler präsentieren die Ergebnisse vor einem Publikum, zum Beispiel vor der Klasse, auf einem Elternabend oder vor den beteiligten Unternehmen.
  • Neben den fachlichen Leistungen wird auch das Arbeits- und Sozialverhalten bewertet.
  • Die Ergebnisse von Kompetenzfeststellungsverfahren (Potenzialanalyse) und die Arbeit mit dem Berufswahlpass werden in das Praxislernen einbezogen.
  • Das Praxislernen wird regelmäßig durch die Schule evaluiert und weiterentwickelt. Die Lehrkräfte nehmen regelmäßig an Fortbildungen teil.

 

 

Ein Hinweis zum Mindestumfang!

Praxislernen entfaltet sein volles Potential dann, wenn es mit einer gewissen Kontinuität über einen längeren Zeitraum durchgeführt wird. Betriebe brauchen Zeit, um den Jugendlichen kennen zu lernen. Der Jugendliche braucht Zeit, sich in die Abläufe einzufinden und Arbeitsbeziehungen zu den Mitarbeitern im Unternehmen aufzubauen. Das ist der Hintergrund des Kriteriums eines Mindestumfangs von 30 Tagen. Es ist als ein Richtwert zu verstehen. Zu berücksichtigen ist, dass manchmal bestimmte Rahmenbedingungen vor Ort zur Einschränkung dieses Umfangs führen können.

 

 

 


Die Koordinierungsstelle Praxislernen läuft im Rahmen der "Initiative Bildungsketten" und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

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