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Newsletter 2017/12

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Ausgabe 12/2017

Liebe Leserinnen und Leser,

 

auch 2017 war für das Netzwerk Zukunft wieder ein Jahr, dass das Netzwerk-Team vor größere Herausforderungen gestellt hat. Judith Schneider hat als Büroleiterin und Fachfrau für Öffentlichkeitsarbeit schon seit Januar unsere Arbeit vorangetrieben. Dr. Jan Finke ist seit September als Netzwerkkoordinator der Ansprechpartner für die Betreuung der regionalen Arbeitskreise SCHULEWIRTSCHAFT.

Wir haben unsere Kernaufgaben, z.B. verschiedene Formen der Lehrkräftefortbildung, die Begleitung der verpflichtenden Einführung des Berufswahlpasses, die Betreuung regionaler Arbeitskreise sowie Angebote für Eltern mit viel Kraft fortgeführt. Der Schwerpunkt unserer Arbeit lag jedoch vor allem im ersten Halbjahr auf der Gestaltung der 5. Runde des Auszeichnungsverfahrens für Schulen mit hervorragender Berufs- und Studienorientierung sowie die Auszeichnung von Betrieben im Kammerbezirk Ostbrandenburg. Ohne die Unterstützung der Netzwerk-Mitglieder und der Agenturen für Arbeit wäre das nicht zu schaffen gewesen.

All diese Themen werden uns im „Kerngeschäft“ auch im Jahr 2018 weiter beschäftigen. Für die 6. Runde des Auszeichnungsverfahren müssen wir z.B. gemeinsam mit den bewährten Jury-Mitgliedern die Kriterien unter Berücksichtigung aktueller Rahmenbedingungen im Land Brandenburg, z.B. Vorgaben der Landesstrategie und der Verwaltungsvorschriften zur Berufs- und Studienorientierung fortschreiben. Außerdem werden wir auch prüfen, inwieweit das Engagement der Gymnasien und Gesamtschulen in diesem Feld angemessen abgebildet werden kann.

Für 2018 haben wir uns auch vorgenommen, das Netzwerk Zukunft mit der Vielzahl seiner Aktivitäten und Partnerschaften transparenter und attraktiver zu präsentieren. Hierzu wird vor allem eine neu gestaltete Homepage beitragen, die mit einer einmaligen Unterstützung des Ministeriums für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg (MWE) gerade im Entstehen ist.

Wir haben uns insbesondere auch darüber gefreut, dass sich seit Januar 2017 die Koordinierungsstelle Praxislernen sehr erfolgreich dafür einsetzt, dass sich der Kreis der Schulen, die Praxislernen gemeinsam mit ihren Partnern als besondere Schulform anbieten, ausweitet. Die Koordinierungsstelle arbeitet bereits mit 16 neuen Schulen, die das Praxislernen einführen möchten. Neben vielen strategischen und inhaltlichen Aufgaben musste das Team gemeinsam mit den weiteren Netzwerk-Kollegen leider größere personelle Veränderungen meistern. Daher verabschieden wir Dr. Marina Haase und Jens Gerlach, die beide aus unterschiedlichen Gründen ausscheiden. Herzlichen Dank für ihr großes Engagement und weiterhin alles Gute! Ab Januar 2018 werden Dr. Jessica Dzengel und Agnes Lemme als Praxislern-Beraterinnen das Team wieder verstärken.

Ihr Netzwerk-Team!

Bild_1_Artikel_0_Kugeln.jpg Bildquelle: (C) Freepik I Kjargeter

Wir bedanken uns für die vielfältige Unterstützung und die gute Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern, die sich gemeinsam mit uns letztlich für einen guten Start junger Menschen in einen persönlich und beruflich gelingenden neuen Lebensabschnitt einsetzen. Ihnen allen wünschen wir schöne Festtage und einen guten Start ins Jahr 2018!


Großes Interesse an den Fortbildungen zum Einsatz des Berufswahlpasses (BWP)

Im Oktober und November 2017 fanden zwei schulformspezifische Fortbildungen zum Thema „Der Berufswahlpass – Implementierungsprozess – Rahmenbedingungen und Beispiele“ mit mehr als 60 Lehrerinnen und Lehrern statt. Sowohl die Veranstaltung für Oberschulen und Förderschulen als auch die für Gymnasien und Gesamtschulen erfreuten sich eines großen Zuspruchs. Insbesondere Lehrerinnen und Lehrer verschiedener Fächer mit keinen oder wenigen Erfahrungen in der Arbeit mit dem Berufswahlpass waren angesprochen.

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Bildquelle: (C) NWZ 2017 "all rights reserved"

Neben allgemeinen Informationen über die Vorgaben zur Berufs- und Studienorientierung (BStO) im Land Brandenburg mit Bezug zum Berufswahlpass lag ein starker Fokus auf den Möglichkeiten zur Förderung der Berufswahlkompetenz.

Nach einer Bestandsaufnahme der Berufswahlpass-Anbindung im eigenen schulinternen Curriculum wurde mit Hilfe des Interventionsdesigns Antwort auf die Frage: An welchem Punkt des BWP-Implementierungsprozesses befindet sich die Schule? gesucht sowie festgestellt, welche Aufgaben in Bezug zur Organisation des fächerübergreifenden/fächerbezogenen BWP-Einsatzes noch zu realisieren sind. Erörtert wurde dabei auch die Entwicklung eines Muster-BWP für die jeweilige Schule.

In der Veranstaltung für Gymnasien und Gesamtschulen stellte Frau Rein vom Bohnstedt-Gymnasium Luckau den an ihrer Schule über mehrere Jahre entwickelten Muster-BWP sowie den Prozessverlauf bis zum Muster-BWP eindrucksvoll vor. Martin Rossa, Schüler der Jahrgangsstufe 12 am Bohnstedt-Gymnasium Luckau, stellte seine eigenen Erfahrungen mit dem BWP dar.

Auf großes Interesse stieß weiterhin das Testen von Materialien zum Einsatz des Berufswahlpasses in der Schule. Am PC wurden ausgewählte Links zu den Themenbereichen „BWP Einführungsphase“ und „Beispiele für die fächerübergreifende/-bezogene Implementierung des BWP“ geprüft und gesichtet.

Nach den Veranstaltungen wurde seitens einiger Schulen großes Interesse an schulinternen Fortbildungen zum Thema BWP angemeldet. Entsprechend seiner Ressourcen bietet das Netzwerk Zukunft diese individuellen Fortbildungen für alle Schulformen an. Die ersten drei Termine wurden mit einer Oberschule und zwei Gesamtschulen bereits für das 1. Quartal 2018 vereinbart.

Der ursprünglich für Dezember 2017 geplante schulformübergreifende Erfahrungsaustausch zur Nutzung des Berufswahlpasses wurde aus terminlichen Gründen auf das Frühjahr 2018 verschoben. Eine Einladung geht den Schulen rechtzeitig zu bzw. wird auf der Homepage des Netzwerk Zukunft veröffentlicht. Zu dieser Veranstaltung werden neben Lehrkräften auch Berufsberater der Agentur für Arbeit sowie Vertreter und Vertreterinnen der Potenzialanalyse und des Praxislernens eingeladen.


Berufsorientierungstourneen im Schuljahr 2017/2018 erfolgreich angelaufen!

Die Berufsorientierungstourneen „Handwerk mit goldenem Boden“ im Raum Potsdam/Potsdam-Mittelmark und „Ausbildung und Studium im Lausitzer Seenland“ sind erfolgreich angelaufen. An jeweils zwei Stationen erfuhren die Lehrkräfte, Berufsberaterinnen und -berater sowie weitere Multiplikatoren Informationen über Berufe, Studienrichtungen und Berufsfelder. In den von den Partnern mit viel Engagement vorbereiteten Stationen einer Tournee in einer Region erlebten sie die Anforderungen an verschiedene Berufsbilder, die Tätigkeiten in den Unternehmen und erhielten Einblicke in die Ausbildung direkt vor Ort. Insbesondere die Darstellungen der Auszubildenden aus verschiedenen Ausbildungsjahren fanden bei den Teilnehmern großen Anklang und stießen auf viel Interesse.

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Bildquelle: (C) NWZ 2017 "all rights reserved"

Die BOT „Unsere Region = deine Zukunft“ in der Region des Wachstumskerns Frankfurt-Oder/Eisenhüttenstadt startet Anfang 2018. Die Partner planen intensiv die einzelnen Stationen. Den konkreten Ablauf und die einzelnen Stationen erfahren Sie demnächst auf unserer Homepage.

Für 2018 wird außerdem gemeinsam mit dem Kooperationspartner WINTO/FIB eine Berufsorientierungstournee für die Region Oberhavel/ Prignitz vorbereitet.

Insgesamt ist bei der Organisation und Vorbereitung von Berufsorientierungstourneen ein starkes Interesse von Partnern in den Regionen zu verzeichnen. Vor diesem Hintergrund der starken Bereitschaft in den Regionen BOTs als Fortbildungsangebot anzubieten, gilt es, dass Know-How der Kooperationspartner noch stärker zu nutzen. Im Sinne des Netzwerkgedankens wird es dazu mit einigen bewährten Partnern Beratungen hinsichtlich eines Produkttransfers unter dem Dach des Netzwerk Zukunft. Schule und Wirtschaft für Brandenburg e.V. geben. So kann das Angebot „Berufsorientierungstournee“ noch stärker in die Fläche getragen werden.

Neben dem Fortbildungsangebot für Lehrkräfte, Berufsberaterinnen und -berater sowie weitere Multiplikatoren sind auch die Berufsorientierungstourneen Junior, einem speziellen Angebot für Schülerinnen und Schüler, im Schuljahr 2017/2018, erfolgreich angelaufen. In Teltow-Fläming haben die Schüler die „Zukunft fest im Blick“, im Havelland heißt es „Entdecke deine Chancen“ und in der Region Oberhavel informieren sich die jungen Leute zur „Ausbildung in OHV“.

Diese Berufsorientierungstourneen Junior sind ohne entsprechende Kooperationspartner und Unterstützer in den Regionen nicht denkbar. Hierfür gilt es einmal unseren herzlichen Dank an alle Beteiligten auszusprechen. Schon allein die logistische Herausforderung, die interessierten Schülerinnen und Schüler der verschiedenen Schulen zu den einzelnen Stationen zu transportieren, grenzt an wahre Meisterleistungen der Organisation und Koordination.

Zu den einzelnen Tourneen, BOT und BOTjunior, finden Sie auf unserer Homepage im Bereich zu den Berufs- und Studienorientierungstourneen die vollständigen Angaben zu den einzelnen Stationen und dem Verfahren zur Anmeldung sowie die Kontaktdaten der jeweiligen Ansprechpartner.


Praxislernen Fachtagung fand großen Anklang bei den TeilnehmerInnen

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Am 9. November 2017 veranstaltete die Koordinierungsstelle Praxislernen eine landesweite Fachtagung "Praxislernen in Brandenburg. Sachstand und Perspektiven 2017" in Potsdam.

Ziel der Tagung war es die bisherigen Erfahrungen des Praxislernens zu bündeln sowie Chancen und Perspektiven aufzuzeigen.

Was wurde bisher geleistet? Wie fördert Praxislernen die Persönlichkeit und die fachlichen Kompetenzen junger Menschen? Und wie können die besonderen Potenziale des Praxislernens für die Brandenburger Jugend und für die Fachkräftesicherung ausgebaut werden? Diese und weitere Fragen wurden auf der Fachtagung diskutiert.

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Bildquelle: (C) NWZ-PXL 2017 "all rights reserved"

Dazu kamen etwa 130 VertreterInnen aus Schule, Wirtschaft, Verwaltung und Politik sowie Interessierte aus dem Bereich der Berufs- und Studienorientierung ins Mercure Hotel in Potsdam. Eröffnet wurde die Fachtagung durch die neue Ministerin für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, Britta Ernst. Auf die notwendige Verschränkung von Wirtschaft und Schule ist Wolfgang Spieß, Geschäftsführer Bildung der Industrie- und Handelskammer Potsdam und 1. Vorstand des Netzwerk Zukunft. Schule und Wirtschaft für Brandenburg e.V. eingegangen.

Neben fachlichen Beiträgen stand die Vorstellung guter Beispiele aus Brandenburg und der Austausch von Erfahrungen im Mittelpunkt. In einer Podiumsdiskussion sowie in Gesprächsrunden haben fünf Brandenburger Schulen Einblicke in ihre Arbeit und in die Erfahrungen mit dem Praxislernen gegeben.

Die ausführliche Tagungsdokumentation mit allen Präsentationen, eine Auswahl an Praxislernaufgaben sowie Impressionen der Veranstaltung finden Sie unter: Dokumentation | Fachtagung Praxislernen

Es freute uns sehr, dass auch die Servicestelle Bildungsketten im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) auf unserer Veranstaltung vertreten war. Einen informativen Beitrag über die Fachtagung und das Praxislernen in Brandenburg ist auf deren Website erschienen.

Sie finden ihn unter: https://www.bildungsketten.de/de/2825.php sowie auf der Startseite http://www.bildungsketten.de

Die Koordinierungsstelle Praxislernen wird im Rahmen der Initiative Bildungsketten vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.
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Logo BMBF T


Impressum:

Herausgeber:

Netzwerk Zukunft. Schule und Wirtschaft für Brandenburg e.V.,
Breite Straße 2d, 14467 Potsdam

Fax: 0331 2010 999

Redaktionelle Bearbeitung:

Judith Schneider (judith.schneider@netzwerkzukunft.de),

Tel.: 0331 2011 679

Technische Redaktion:

Ekkehard Skirl (ekkehard.skirl@netzwerkzukunft.de),

Tel.: 0331 2011 592

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